9. BIOS-Opferschutztag
- 12. Nov. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Titel "Täter-Opfer-Dialektik"
Die Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. verbindet in einzigartiger Weise Angebote für Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten und Angebote der Kriminalprävention, die für Täter sowie potenziell Tatausübende bereitgestellt werden.
BIOS-BW unterhält als Träger die größte Einrichtung für Forensische Nachsorge in Deutschland sowie Psychosoziale Versorgungsstrukturen und die größte Traumaambulanz mit mehreren Standorten in Baden-Württemberg. Bei ihrer Arbeit haben die Mitarbeitenden es aus verschiedenen Perspektiven mit Menschen zu tun, die „Opfer“ oder „Täter“ wurden, deren Perspektiven und Erfahrungen in ihrer Lebensgeschichte jedoch beide Aspekte umfassen.
Im Rahmen des 9. Opferschutztages ging es um das komplexe Verhältnis dieser beiden Perspektiven und deren gegenseitigen Bedingtheiten unter dem Titel der „Täter-Opfer-Dialektik“. Dabei trugen vor rund 180 Gästen in Präsenz und 250 Onlinegästen, Prof. Jan Philipp Reemtsma und Prof. Martin Rettenberger als Hauptreferenten vor. Im Rahmen der Podiumsdiskussion haben sich außerdem Prof. Christoph Nikendei und Beate Kriechel beteiligt. Sie brachten neben ihrem wissenschaftlichen und klinischen Wissen auch sehr unterschiedliche eigene Erfahrungen mit. Gemeinsam wurde im Rahmen der Veranstaltung der Dualismus der Gewalt - die Opfersein und Täterschaft hervorbringt - vertieft und diskutieren.
Vergabe des BIOS-Präventionspreises 2025
Ein besonderer Höhepunkt war außerdem die zweite Verleihung des „BIOS-Präventionspreises“, im Rahmen derer wir die Ministerin der Justiz und für Migration, Marion Gentges MdL, für ein digitales Grußwort gewinnen konnten. Die Übergabe wurde durch den Opferbeauftragten des Landes Baden-Württemberg, Herrn Leitenden Oberstaatsanwalt a.D. Alexander Schwarz, vorgenommen.
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