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8. BIOS-Opferschutztag mit dem Thema "Versorgung von traumatisierten Menschen und Grundfragen der Psychotraumatologie"



Am 14. Mai 2024 wurde im Rahmen des 8. BIOS-Opferschutztages das Thema "Versorgung von traumatisierten Menschen und Grundfragen der Psychotraumatologie" aufgegriffen zudem wurde der erste BIOS-Präventionspreis im Rahmen der Veranstaltung verliehen.


Thema der Veranstaltung:

Die zum 1.1.2024 durch das SGB XIV neu aufgestellten Traumaambulanzen sind im Hinblick auf die ständig steigende Nachfrage seitens Betroffener von Gewalt- und Sexualstraftaten deutschlandweit wichtige Institutionen. Hier können Betroffene niederschwellig und innerhalb kürzester Zeit psychologische Unterstützung erhalten. Ziel ist es, vor einer Entstehung oder Verschlechterung psychischer Symptomatik zu schützen und angemessen psychothera-peutisch zu versorgen. Durch die Gesetzesnovelle besteht für alle Geschädigten und teilweise auch für deren Angehörige ein gesetzlicher Anspruch auf Inanspruchnahme von Leistungen in Traumaambulanzen.

Im Rahmen des 8. BIOS-Opferschutztages wollen wir nicht nur die Arbeit von Trauma-ambulanzen zur Verhinderung des Eintritts schwerer Traumafolgestörungen beleuchten, sondern uns darüber hinaus mit Grundfragen der Psychotraumatologie befassen, die für unser Verständnis solcher Traumata und deren Behandlung zentrale Bedeutung haben. Eine Agenda zur Veranstaltung finden Sie anbei.

Ein besonderer Höhepunkt stellt dieses Jahr die erstmalige Verleihung des „BIOS-Präventionspreises“ im Rahmen der Veranstaltung dar.

 

Informationen zum BIOS-Präventionspreis:

Im Rahmen des BIOS-Opferschutztages wurden Preisträger aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz von der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. durch Frau Marion Gentges, Ministerin für Justiz und Integration Baden-Württemberg, geehrt. Der Preis wird für herausragendes ehrenamtliches und zivilgesellschaftliches Engagement bei der Verhinderung von Gewalt- oder Sexualstraftaten sowie im Rahmen der Arbeit mit Betroffenen von solchen Straftaten vergeben. Er ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert. 2.500 Euro gehen an die baden-württembergische Frauenberatungsstelle Lörrach mit dem Projekt „Mut tut gut“ und weitere 2.500 Euro gehen an das Projekt „Team Häusliche Gewalt“ aus Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz. Mit dem Zivilcourage-Preis von 1.000 Euro wurde Frau Viktoria Mahler aus dem Kreis Ravensburg für ihr Einschreiten im Rahmen eines Gewaltverbrechens ausgezeichnet.


Im Rahmen des 8. BIOS-Opferschutztages mit dem Thema „Versorgung von traumatisierten Menschen und Grundfragen der Psychotraumatologie“ wurde heute in Karlsruhe in den Räumen der Bezirksärztekammer Nordbaden der Erste BIOS-Präventionspreis vergeben. Vor einem Publikum von etwa 200 Personen wurden die drei Preisträger durch BIOS-BW geehrt. Der gemeinnützige Verein erhielt auf den Aufruf zur Beteiligung am Preis insgesamt 26 Bewerbungen. Übergeben wurde der Preis vom Opferbeauftragten der Landesregierung Baden-Württemberg - dem Leitenden Oberstaatsanwalt a.D. Alexander Schwarz - nach einer audiovisuellen Laudatio durch die Ministerin der Justiz und für Migration, Marion Gentges.

Geehrt wurden zwei Organisationen, die sich für Betroffene von Gewalt- und Sexualstraftaten bzw. für die Prävention solcher Taten einsetzen und eine Einzelperson, die besonders couragiert eingegriffen hat um eine Gewalttat zu verhindern.

 

Preisträger fortlaufendes Engagement aus Baden-Württemberg – 2.500 Euro

Die Frauenberatungsstelle Lörrach engagiert sich seit dem Jahr 2000 in der Prävention sexualisierter Gewalt. Zielgruppen der Präventionsarbeit sind Kinder im Grundschulalter und Menschen mit Behinderung. Die Frauenberatungsstelle bietet in diesem Kontext das Projekt „Mut tut gut“ an Grundschulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung an. Weitere Informationen finden Sie unter: https://frauenberatung-loerrach.de/pravention/ 

 

Preisträger fortlaufendes Engagement aus Rheinland-Pfalz – 2.500 Euro

Bei dem Engagement Team Häussliche Gewalt handelt es sich um eine, durch die Kooperation der Polizeiinspektion Ludwigshafen 2 und der Handballmannschaft Eulen Ludwigshafen ins Leben gerufene Präventionskampagne mit der Botschaft: „Gewalt in einer Beziehung ist eine rote Linie, die nie überschritten werden darf!“ Hierfür schloss sich das Team mit den örtlichen Hilfestellen im Kontext häuslicher Gewalt (Frauenhaus, Interventionsstelle, Solwodi, Kinder-IST, Contra Häusliche Gewalt und Wildwasser) zusammen. Ziel der Kampagne ist es, die Bürgerinnen und Bürger über dieses wichtige Thema aufzuklären, zu sensibilisieren und die Hilfsangebote, die Betroffenen zur Seite stehen, aufzuzeigen.  Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.polizei.rlp.de/die-polizei/dienststellen/polizeipraesidium-rheinpfalz/unsere-dienststellen/polizeidirektion-ludwigshafen/polizeiinspektion-ludwigshafen-2/kooperation-eulen-ludwigshafen 

 

Preisträgerin Einzelperson Zivilcourage – 1.000 Euro

Veronika Mahler begleitete auf deren Bitte hin, eine Frau, die von ihrem Exfreund verfolgt wurde zu deren Auto. Als der Mann aggressiv auf seine Ex-Freundin zuging, stellte sich Frau Mahler dazwischen. Frau Mahler wurde dabei verletzt. Der Mann ließ schließlich auf verbale Intervention von Zeugen von ihr ab und befindet sich seither in Haft.


Ansprache Frau Marion Gentges, Ministerin für Justiz und Integration Baden-Württemberg anlässlich der Vergabe des BIOS-Präventionspreises:




BIOS-Pressespiegel.BIOS-Opferschutztag.Preisverleihung.2024-05-21
.pdf
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8. BIOS-Opferschutztag am 14.05.2024.Einladung-Se.Bö.Gw.2024-04-17
.pdf
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