Neues von der BIOS Opferschutz-Botschafterin Cornelia Gröschel

Am 1. Juni 2021 war internationaler Kindertag, deshalb wird im Juni-Newsletter neben dem Jubiläum der FAB auch das Thema Kinderschutz in den Fokus gerückt.



„Opferschutz ist vor allem anderen auch Kinderschutz und dafür steht der Verein. Kinder sind unsere Zukunft aber auch die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft und damit besonders schützenswert“, so Cornelia Gröschel. „Der Verein setzt an, bevor eine Straftat geschieht, durch präventiven Opferschutz, damit es erst gar kein Opfer gibt“, betont sie. Sie habe mit Schrecken in der Pressemeldung des BKA vom 26. Mai 2021 gelesen (siehe Quelle unten und weiteren Bericht hier im Newsletter), dass im Jahr 2020 ganze 152 Kinder gewaltsam zu Tode kamen, 115 von ihnen waren zum Zeitpunkt des Todes jünger als sechs Jahre. In 134 Fällen erfolgte ein Tötungsversuch. „Erschreckend! Mir fehlen weitere Worte“, sagt sie dazu. BIOS-Youngsters, eines der neuesten und noch im Aufbau befindlichen Angebote der Initiative, wurde bereits in einem Newsletter vorgestellt. Ein übergreifendes Projekt, dass alle Tätigkeitsfelder von BIOS-BW abdeckt für Kinder und Jugendliche. Eingeschlossen ist auch ein Nachsorgeangebot für Kinder, die von Gewalt- und Sexualstraftaten betroffen sind (hier finden Sie nochmals den Bericht www.bios-bw.com/single-post/bios-youngsters ). Bei BIOS-Youngsters engagiert sich BIOS-BW bisher ohne irgendeine staatliche Finanzierung aus Eigenmitteln, vor allem aus Geldbußenzuweisungen von Staatsanwaltschaften und Gerichten. Die Nachfrage nach therapeutischer Hilfe bei „Youngsters“ ist derzeit so stark, dass der Verein sie nicht bewältigen kann und Wartelisten bestehen. Es sind jedoch auch rein präventive Angebote, die BIOS-BW aufgrund vorhandener psychotherapeutischer Kompetenzen und Erfahrungen umsetzt. So ist das Angebot „Stopp – bevor was passiert!“ (www.bevor-was-passiert.de/ ) einer der großen Pfeiler der Initiative. Hier finden Menschen therapeutische Hilfe, die für sich verhindern wollen, einen sexuellen Übergriff an einem Kind zu begehen oder eine verbotene Seite mit unerlaubten Missbrauchsabbildungen zu besuchen. Präventive Hilfe finden auch Menschen, die befürchten ihre Aggressionen nicht bewältigen zu können und gewalttätig/ übergriffig zu werden. Ein Angebot, dass unter anderem auch zur Verhinderung häuslicher Gewalt ins Leben gerufen wurde. Es trägt den Namen „Keine Gewalt und Sexualstraftat begehen“. Die Krisenhotline 0800 70 222 40 ist ein bundesweites telefonisches Hilfsangebot, das während der Pandemie gegründet wurde um bundesweit die Gefahr von häuslicher Gewalt und sexuellen Übergriffen abzufangen. Es wird mit folgenden Worten beworben: Du hast Angst gewalttätig zu werden oder einen sexuellen Übergriff an einem Kind zu begehen? Die bundesweite, anonyme und kostenfreie Hotline der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS- BW) e.V. hilft keine Straftat zu begehen. „Diese Angebote und der präventive Gedanke der Initiative ist einer der Gründe für mein Engagement bei BIOS-BW“, so Cornelia Gröschel. --------------------------- Pressemeldung BKA Vor­stel­lung der Zah­len kind­li­cher Ge­wal­top­fer – Aus­wer­tung der Polizei­lichen Kriminal­statistik (PKS) 2020

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