
PRÄSENZ - 28.01.2026 - Vertrauliche Spurensicherung
Mi., 28. Jan.
|Karlsruhe
"Vertrauliche Spurensicherung - Arbeit der Gewaltambulanzen in Heidelberg und Stuttgart" ein Vortrag von PD Dr. med. Katharina Feld


Zeit & Ort
28. Jan. 2026, 17:45 – 20:00
Karlsruhe, Karlsruhe, Deutschland
Gäste
Über die Veranstaltung
Einlass: 17:45 Uhr
Veranstaltungsbeginn: 18:00 Uhr
Details zum Vortrag:
Auf Grundlage der Istanbul-Konvention, einem völkerrechtlichen Vertrag, der seit 2018 in Deutschland geltendes Recht ist, besteht eine Verpflichtung der Vertragsstaaten dazu, eine kostenfreie und flächendeckende Akutversorgung nach sexueller und körperlicher Gewalt gegen Frauen sicherzustellen.
Das SGB V bietet hierzu in Deutschland seit 2020 die gesetzliche Grundlage; eine Grundlage, auf der die Leistungen zur vertraulichen Spurensicherung am Körper bei Hinweisen auf drittverursachte Gesundheitsschäden für gesetzlich Versicherte Krankenkassenleistung sind. Bezüglich der aktuellen Verfügbarkeit und Umsetzung bestehen heute deutschlandweit große regionale Unterschiede. Baden-Württemberg kann mit Sicherheit als Vorreiter bezeichnet werden, da in Heidelberg seit 2011 eine Gewaltambulanz vom Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin betrieben wird, also lange bevor es die gesetzliche Grundlage hierzu gab. Seit 2023 gibt es nun auch eine Gewaltambulanz in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart, ebenfalls betrieben vom Universitätsklinikum Heidelberg. Der aktuelle Vortrag bezieht sich nun auf die tägliche Arbeit in den Gewaltambulanzen sowie die damit einhergehenden Herausforderungen.
Die Referentin:
Frau Dr. Katharina Feld ist Fachärztin für Rechtsmedizin, stellvertretende Institutsleitung und leitende Oberärztin der Gewaltambulanz Heidelberg sowie ärztliche Leitung der Gewaltambulanz Stuttgart. Darüber hinaus engagiert sich Frau Feld in Lehre und Forschung. Sie hat bereits mehrere Lehrtätigkeiten wahrgenommen, aktuell unter anderem in den Fachbereichen Rechtsmedizin und Angewandte Gesundheitswissenschaften. Seit 2022 ist sie zudem Fachbereichsleiterin Forschung am Universitätsklinikum Heidelberg.