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PRÄSENZ - 15.10.2026 - SAVE THE DATE - 10. BIOS-Opferschutztag

Do., 15. Okt.

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Haus der Jugendverbände "Anne Frank"

Thema: "Helfen oder Nicht-Helfen" - Eine interdisziplinäre Debatte zum 10. BIOS-Opferschutztag

PRÄSENZ - 15.10.2026 - SAVE THE DATE - 10. BIOS-Opferschutztag
PRÄSENZ - 15.10.2026 - SAVE THE DATE - 10. BIOS-Opferschutztag

Zeit & Ort

15. Okt. 2026, 08:30 – 16:30

Haus der Jugendverbände "Anne Frank", Moltkestraße 20, 76133 Karlsruhe, Deutschland

Gäste

Über die Veranstaltung

Dies ist die Anmeldung für die PRÄSENZ-Veranstaltung, die Onlineanmeldung finden Sie separat in der Liste der Veranstaltungen.


Einlass ca. 8.30 Uhr Beginn ca. 9.00 Uhr

Ende voraussichtlich 16.30 Uhr


Anmeldeschluss 08.10.2026



Einladung Im Zentrum unserer Veranstaltung steht die Frage nach den gesellschaftlichen Bedingungen des Helfens, von Solidarität sowie der Verantwortung von Institutionen und Professionen im Umgang mit vulnerablen Gruppen: Die Rolle der Helfenden wird meist im Kontext systematischer, institutionalisierter und professioneller Hilfe verortet. Zu den Helfenden zählen in diesem Zusammenhang unter anderem Einsatzkräfte, Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und -therapeuten, Psychologinnen und Psychologen, Pflegekräfte, Beraterinnen und Berater, Coaches, Seelsorgende sowie spezifisch geschulte ehrenamtlich tätige Personen, die auch die Zielgruppe unserer Veranstaltung sind.


„Professionelle“ Hilfe setzt in der Regel nach einem identifizierten belastenden Ereignis an und zielt darauf ab, die Folgen des „Opferwerdens“ zu lindern und zu verhindern, dass das Opfersein zu einer identitätsprägenden Erfahrung wird.


Neben dieser systematischen und professionellen Hilfe existiert jedoch eine grundlegendere Form des Helfens. Sie ist unmittelbar, spontan und auf Rettung, Unterstützung und Schutz des Nächsten ausgerichtet. Dieses Helfen ist weder religiös noch gesellschaftlich normativ gebunden, sondern Ausdruck eines ursprünglichen – möglicherweise evolutionär begünstigten – menschlichen Verhaltensmusters. Es bildet die Grundlage dessen, was wir als Zivilcourage bezeichnen, und kann dazu beitragen, dass Menschen gar nicht erst zu Opfern werden. In vielen Fällen geht es dem professionellen Opferschutz voraus. Zugleich beruht auch professionelle Hilfe letztlich auf diesem grundlegenden menschlichen Impuls.


Die diesjährige Veranstaltung widmet sich diesen Zusammenhängen und fragt aus den Perspektiven von Neurowissenschaft, Psychotherapie, Politik, Soziologie und Ethik, unter welchen Bedingungen Menschen ihre Fähigkeit zu helfen immer wieder in konkretes Handeln umsetzen.


Das Team von BIOS-BW freut sich, Sie im Rahmen des 10. BIOS-Opferschutztages im „Haus der Jugendverbände Anne Frank“ begrüßen zu dürfen und wünscht Ihnen einen bereichernden Austausch.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gustav Wirtz, Prof. Dr. Thomas Hillecke und Sabrina Sengle



Bisher bestätigte Referenten:

  • Prof. Dr. Tania Singer - Wissenschaftliche Leiterin des Social Neuroscience Lab der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, Neurowissenschaftlerin und Psychologin

  • Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger - Mitglied im Deutschen Ethikrat, ehem. Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Soziologin

  • Stephanie Schmidt - Moderatorin des ZDF, Journalistin

  • Prof. Dr. Giovanni Maio - Mediziner, Philosoph und Universitätsprofessor für Medizinethik an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg



GUT ZU WISSEN Anschließender Workshop Prof. Dr. Tania Singer (16.10.2026): Frau Prof. Dr. Tania Singer wird am darauffolgenden Tag einen ganztägigen Workshop zum Thema "Training sozialer Fähigkeiten durch achtsamkeits- und mitgefühlbasierte Interventionen" anbietet. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://www.bios-bw.com/events/workshop-ganztagig-training-sozialer-fahigkeiten-durch-achtsamkeits-und-mitgefuhlsbasierte-interventionen



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