Do., 23. Sept. | Karlsruhe

PRÄSENZ - 23.09.2021 - Vortrag zum Opferentschädigungsrecht

Vortrag "Die Traumaambulanz als neue gesetzliche Leistung im Opferentschädigungsrecht"
Anmeldung abgeschlossen
PRÄSENZ - 23.09.2021  - Vortrag zum Opferentschädigungsrecht

Zeit & Ort

23. Sept., 18:00
Karlsruhe, Karlsruhe, Deutschland

Über die Veranstaltung

"Die Traumaambulanz als neue gesetzliche Leistung im Opferentschädigungsrecht"

Anmeldeschluss: 15.09.2021 

Details zur Veranstaltung:  

Jeder ist eingeladen, den das Thema interessiert. Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt, Sie werden auf einer Warteliste eingetragen. Sollten noch Plätze verfügbar sein, erhalten Sie ca. eine Woche vor der Veranstaltung eine Email-Bestätigung mit Zugangsdaten oder Veranstaltungsort. Wir weisen insoweit darauf hin, dass aufgrund der Covid-19-Pandemie sowie aus technischen Gründen die Anzahl der Teilnehmerplätze begrenzt sind und Sie ggf. u.U. auch bei einer Präsenzanmeldung nur eine online-Zulassung erhalten können. Genaue Angaben werden Ihnen mit der Bestätigungsmail zugehen.

Thema der Veranstaltung: 

Seit dem 1.1.2021 haben Gewaltopfer (nach dem Opferentschädigungsgesetz) Anspruch auf Leistungen in einer Traumaambulanz nach dem neuen Sozialgesetzbuch Vierzehntes Buch (SGB XIV). Diese neue Leistung der Schnellen Hilfe in Form der psychotherapeutischen (Früh-)Intervention soll möglichst niedrigschwellige Hilfe zur Verhinderung des Eintritts einer psychischen Gesundheitsstörung oder deren Chronifizierung bieten.

Der Vortrag gibt einen Überblick der neuen Sozialleistung - sowohl aus der Sicht betroffener Geschädigter als auch der Leistungserbringer, der Traumaambulanzen. Die neuen Verfahrensregelungen werfen eine Vielzahl von Fragen auf, die dadurch zusätzlich verkompliziert werden, dass nur wenige Regelungen des SGB XIV bisher in Kraft gesetzt sind und so für die Übergangszeit bis zum 31.12.2023 noch Verknüpfungen zum OEG existieren.

Der Referent wird die Neuregelungen im Überblick darstellen und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen.

Über den Referenten:

Peter Baumeister studierte Rechtswissenschaft und Politische Wissenschaft an der Universität Mannheim. Während seines Referendariats in Mannheim und Karlsruhe wurde er mit einer staatsrechtlichen Arbeit promoviert. Bis zu seiner Habilitation war er wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungsrecht und Verwaltungsprozessrecht der Universität Mannheim. Mit seiner Habilitation zu einem schwerpunktmäßig verwaltungsrechtlichen Thema wurde ihm von der Universität Mannheim im Jahre 2003 die Lehrbefugnis für die Fächer Öffentliches Recht, Sozialrecht und Europarecht sowie im Jahre 2005 der Titel des außerplanmäßigen Professors verliehen. Er hat nachfolgend auf diesen Gebieten als Professor an der privaten, staatlich anerkannten SRH Hochschule Heidelberg in den Studiengängen Sozialrecht, Wirtschaftsrecht und Soziale Arbeit gelehrt. Ab dem 1. September 2021 ist er an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart als Professor tätig.

Seit 2002 ist er zugelassener Rechtsanwalt und gehört seit 2007 der Kanzlei Schlatter in Heidelberg an. Er ist u.a. Mitglied der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer, des Sozialrechtsverbandes und der Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht im Anwaltverein. Seine Vortragstätigkeit bezieht sich auf alle Gebiete seiner Lehrbefugnis; Gutachten hat er vor allem zu verfassungsrechtlichen, gesundheitsrechtlichen und (wirtschafts-)verwaltungsrechtlichen Fragestellungen verfasst.

Peter Baumeister hat zahlreiche Veröffentlichungen zu diversen verfassungs-, verwaltungs- und sozialrechtlichen Themen verfasst, unter anderem Kommentierungen im Sozialrecht zum Sozialverwaltungsrecht (SGB X), Pflegeversicherungsrecht (SGB XI) und zum Sozialen Entschädigungsrecht (SGB XIV, u.a. zur Traumaambulanz).

Ehrenamtlich ist er u. a. als Vorsitzender (bzw. stellv. Vorsitzender) der Schiedsstelle Baden-Württemberg nach § 76 SGB XI (Pflegeversicherung) sowie als unparteiischer Beisitzer des Bundesschiedsstelle nach § 132a SGB V (Häusliche Krankenpflege) tätig.