Do., 25. Nov. | Online-Veranstaltung

ONLINE - 25.11.2021 - Vortrag Neurobiologische Konsequenzen frühkindlicher Traumatisierung

Vortrag "Neurobiologische Konsequenzen frühkindlicher Traumatisierung: Resilienz oder pathologische Entwicklung"
Anmeldung abgeschlossen
ONLINE - 25.11.2021 - Vortrag Neurobiologische Konsequenzen frühkindlicher Traumatisierung

Zeit & Ort

25. Nov., 18:30
Online-Veranstaltung

Über die Veranstaltung

"Neurobiologische Konsequenzen frühkindlicher Traumatisierung: Resilienz oder pathologische Entwicklung"

Anmeldeschluss: 18.11.2021

Details zur Veranstaltung:  

Jeder ist eingeladen, den das Thema interessiert. Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt, Sie werden auf einer Warteliste eingetragen. Sollten noch Plätze verfügbar sein, erhalten Sie ca. eine Woche vor der Veranstaltung, nach Anmeldeschluss, eine Email-Bestätigung mit Zugangsdaten oder Veranstaltungsort. Wir weisen insoweit darauf hin, dass aufgrund der Covid-19-Pandemie sowie aus technischen Gründen die Anzahl der Teilnehmerplätze in Präsenz begrenzt sind und Sie ggf. bei einer Präsenzanmeldung nur eine online-Zulassung erhalten können. Genaue Angaben werden Ihnen mit der Bestätigungsmail zugehen.

Thema der Veranstaltung: 

Traumatische Erfahrungen in der frühen Kindheit haben häufig langfristige Konsequenzen für die Betroffenen. Neben vielfältigen psychosozialen Einschränkungen in unterschiedlichen Bereichen des alltäglichen Lebens, zeigen Betroffene ein höheres Risiko für die Entwicklung psychiatrischer und somatischer Erkrankungen. Dennoch gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Individuen und nicht jede und nicht jeder reagiert identisch auf eine vergleichbare Belastung. Die neurobiologische Forschung versucht zu verstehen, wie diese Unterschiede zu erklären sind und hilft so grundsätzliche Fragen zu beantworten, wie traumatische Erfahrungen biologische Funktionen beeinflussen und eine pathologische Entwicklung erklären können. Der Vortrag vermittelt anschaulich den aktuellen Forschungsstand zur Prävalenz traumatischer Erfahrungen im Kindes- und Jugendalter im internationalen Vergleich und geht auf bekannte Konsequenzen über die Lebensspanne ein. Neben aktuellen Debatten zur Definition der Begrifflichkeit, werden medizinhistorische Aspekte der Traumforschung im Kindes- und Jugendalter beleuchtet. Schwerpunkt des Vortrags ist eine neurobiologische Perspektive auf frühkindliche Traumatisierung. In diesem Kontext werden unterschiedliche Forschungsstränge im Human- und Tiermodell skizziert um ein Verständnis der pathologischen Mechanismen zu ermöglichen. Im Fokus stehen hier Befunde zu Auswirkung frühkindlicher Traumatisierung auf körpereigene Stress-Antwortsysteme und die neuronale Entwicklung im Kindes- und Jugendalter. Der Vortrag schließt mit einer Diskussion der klinischen Implikationen und zeigt ausgewählte Befunde zu neuen experimentellen Therapieoptionen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Über den Referenten:

Univ. Prof. Dr. Julian Koenig ist Professor für Biologische Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln und leitet die Arbeitsgruppe für Biologische Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Köln. Die Forschung der Arbeitsgruppe fokussiert biologische Mechanismen therapieresistenter, neuer und seltener psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter. Ein Schwerpunkt der Arbeitsgruppe ist der Einsatz von Verfahren zur experimentellen Neuromodulation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Nach seiner Promotion an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg war Koenig in Columbus (USA) und Bern (Schweiz) tätig, bevor er 2019 im Fach experimentelle Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Heidelberg habilitierte. 2020 erhielt er den Ruf auf die Professur für Biologische Kinder- und Jugendpsychiatrie nach Köln. Prof. Koenig hat eine Vielzahl an Fachartikeln veröffentlicht und ist als Herausgeber von mehreren internationalen Fachzeitschriften tätig. Seine Forschung wurde wiederholt mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet und wird gegenwärtig durch nationale und internationale Stiftungen und staatliche Einrichtungen gefördert.